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Köder


Gummifische

Gummische gibt es wie Sand am Meer. Aber welche Modelle fangen wirklich?
Vier Grundformen, mit denen man für alle Situationen am Wasser gerüstet ist.

Kleine Hilfe hier der Drop Shot Flyer von Sänger

DIE FORMEN ZUM FANGEN:

Meiner Meinung nach reichen selbst für
einen Allround-Spinnscher, der unterschiedliche Gewässer- und Fischarten im
Visier hat, maximal vier Köderformen völlig aus. Diese müssen dann lediglich
der jeweiligen Situation angepasst werden. Ein Beispiel: Einige Gummiköder eignen
sich ideal, aggressive Hechte direkt nach der Laichzeit im Flachwasser zu beangeln.
Beim winterlichen Zanderangeln in einer Kiesgrube werden Sie damit hingegen mit
hoher Wahrscheinlichkeit keinen einzigen Biss bekommen, während hierbei mit einem
ganz anderen Modell der Fangerfolg sicher wäre.
Folgende vier Grundformen sind es, die ausreichen, um praktisch alle Situationen
am Wasser erfolgreich zu bestreiten:


Die stärkste Aktion besitzt der sogenannten Action-Shad. Er erzeugt unter
Wasser intensive Druckwellen und spricht damit das Seitenlinienorgan der Räuber
exzellent an. Gekennzeichnet ist der Action-Shad durch einen verhältnismäßig
großen Schaufelschwanz. Häufg befnden sich am Körper dieser Köderform noch
Rippungen, die für eine stärkere Beweglichkeit sorgen. Ein weiteres Kennzeichnen
ist eine eher gedrungene Körperform, die verbunden mit dem großen
Schaufelschwanz dafür sorgt, dass der Köder im Wasser hin und her flankt, also
maximalen Alarm macht. Diese Eigenschaften sind dann ein Vorteil, wenn man
es auf Fischarten abgesehen hat, die eher schlecht sehen können.
Hier wäre beispielsweise der Wels zu nennen. Gleiches gilt bei einer starken Eintrübung
des Wassers oder ungünstigen Lichtverhältnissen, beispielsweise durch ein
Hochwasser oder intensive Algenblüte oder beim Spinnfischen in der Dunkelheit.
Selbst Zander, die sehr gut sehen können, verlassen sich
bei der nächtlichen Jagd stark auf ihre Seitenlinie. Ein weiteres Einsatzgebiet des
Action-Shads ist das Angeln auf Aggressionsräuber, wie den Hecht. Er lässt
sich durch eine intensive Köderaktion, verbunden mit einer aufälligen Köderfarbe
oft zu Bissen verleiten, die nicht aus Hunger, sondern eher aus einem
Provokationsgefühl resultieren.


Low Action-Shads sind hervorragende Allrounder, mit denen man nie so
richtig falsch liegt. Sie können vielseitig eingesetzt
werden. Typische Kennzeichen sind eine vergleichsweise schlanke Körperform
und ein recht kleiner Schaufelschwanz. Daraus ergeben sich relativ dezente
Druckwellen beim Lauf des Köders. Diese, im Vergleich zum Action-Shad,
deutlich passivere Bewegung ist in vielen Fällen eher ein Vorteil als ein Nachteil.
Schaut man sich nämlich einmal das Verhalten eines kleinen Weißfisches an,
so macht dieser normalerweise auch keine gewaltigen Flossenschläge.

No Action-Shads sind Low Action- Shads in ihrer Körperform relativ ähnlich,
unterscheiden sich aber markant durch ihre Schwanzform. Es ist nämlich kein
Schaufelschwanz vorhanden, sondern stattdessen ein V-förmiger oder gar spitz
auslaufender Abschluss, der sogenannte Pin-Tail. Dass diese Gummis überhaupt
keine Aktion besitzen, stimmt allerdings nicht. Lässt man sie nämlich bei der
Köderführung regelmäßig auf den Gewässergrund aufsetzen, pendelt das
Schwanzteil bei diesem Aufschlag leicht nach und
erzeugt damit ganz feine Druckwellen. Zander reagieren auf diesen Köderlauf
gerade bei Tageslicht besonders gut.


Der Twister war eine Zeit lang in Vergessenheit geraten, erlebte aber in
etwas modifizierter Form zuletzt eine Art Wiedergeburt. Denn die in den letzten
Jahren sehr beliebten Aal-Imitate aus Gummi sind im Grunde nichts anderes
als ein etwas natürlicher gestalteter Twister. Tatsächlich wird dadurch das
Verhalten der schlangenähnlichen Fische recht gut nachgeahmt. Kleinere Twister
erinnern dagegen im Wasser eher an einen Regenwurm, der versehentlich
ins Wasser gespült wurde, während Doppelschwanztwister ein wenig an einen
Krebs erinnern. Grundsätzlich hat der Twister also durchaus einige Vorbilder
in der Natur, gibt mit seiner intensiven Schwanzaktion jedoch gleichzeitig auch
relativ starke Druckwellen ab. Somit ist er auf verschiedene Räuber und in
vielen Situationen einsetzbar. Ein echter Allrounder, der manchmal auch
gleichzeitig ein Geheimtipp sein kann.





1. Fische sind in der Lage, Ausdünstungen und Körperlüssigkeiten
ihrer Beutetiere im Wasser wahrzunehmen.

2. Fische sind in der Lage, mit Hilfe von Strömungen die
Quelle von Gerüchen zu orten und zu inden. 3 Fische benutzen
Gerüche im Wasser dazu, um zu kommunizieren beispielsweise
um über Schreckstofe vor Gefahren zu warnen.

4. Wassertiere haben eine speziische Geruchs-Signatur,
die auf bestimmten Aminosäure-Kombinationen
beruht und die sich von Art zu Art unterscheidet.
Fische sind in der lage, diese Signaturen zu „lesen“, das entsprechende
Beutetier zu erkennen und ihr eigenes Verhalten darauf abzustimmen.

5. Alle Fische können im Wasser Gerüche wahrnehmen.
Allerdings ist die Fähigkeit je nach Fischart unterschiedlich
gut ausgeprägt. Arten mit schlechter Augenleistung
nehmen Gerüche oft noch besser wahr als tagaktive Augenjäger.

 


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